Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Thomas Zich, Geschäftsführer der Wunderknaben Kommunikation GmbH, hält einen Vortrag zu Social Media Marketing

Dienstag, 03. August 2010

Thomas Zich, Geschäftsführer der Wunderknaben Kommunikation GmbH in Erkrath, ist zu Gast im Radisson Blu Media Harbour Hotel. Im Rahmen der BVDW-Workshop Reihe 2010 “Social Media Dialog” hält er am 31.08.2010 in Düsseldorf und am 02.09.2010 in Frakfurt am Main einen Vortrag zum Thema Social Media Marketing. Dabei greift Thomas Zich zurück auf sein umfangreiches Wissen und Erfahrung aus seiner mehrjährigen Tätigkeit im Bereich Alternative Kommunikation.

Termine und Veranstaltungsorte:
31.08.2010 – DÜSSELDORF, Radisson Blu Media Harbour Hotel
Hammer Straße 23, 40219 Düsseldorf
02.09.2010 – FRANKFURT AM MAIN, Radisson Blu Hotel
Franklinstrasse 65, 60486 Frankfurt am Main

Weitere Informationen und Anmeldung

Social Media Guidelines für Unternehmen

Mittwoch, 16. Juni 2010


Die Autorin Tiffany Black von dem amerikanischen Magazin Inc.com hat über die Notwendigkeit von Social Media Guidelines geschrieben und eine Social Media Anleitung skizziert. Für Tiffany Black steht fest, dass diese Kommunikationslösungen für Unternehmen jeder Größe immer relevanter werden. Die Mitarbeiter sollten wissen, was sie über das Unternehmen online verbreiten dürfen – und wie. Zuvor werden in dem Artikel mehrere Fälle vorgestellt, in denen Mitarbeiter durch Beiträge oder negative Verhaltensweisen im Netzt aufgefallen sind. So hat zum Beispiel eine Kellnerin ihren Job verloren, nachdem sie öffentlich auf Facebook über eine Kundin gelästert hat. Den kompletten Artikel könnt ihr hier nachlesen.

Was ist eigentlich Flattr?

Mittwoch, 09. Juni 2010

Seit einiger Zeit ist dem einen oder anderen User vielleicht dieses kleine, weiß-grüne Kästchen unter diversen Blogbeiträgen aufgefallen. Zu lesen ist nicht nur der Name Flattr, sondern immer auch eine Ziffer. Doch was genau ist Flattr?

Flattr ist ein Social Payment-Service, bei dem der Benutzer einen frei wählbaren monatlichen Betrag auf ein Konto einbezahlen kann. Die Medienunternehmen oder Blogbetreiber können auf Ihrer Plattform eben diesen Falttr-Button unter Ihre Beiträge platzieren und der Flattr-Abo-Nutzer kann diesen Button dann anklicken, wenn ihm der Inhalt gefällt. Am Ende des Monats wird der Abonnementsbetrag des Users gerecht auf die Klicks der Medienanbieter verteilt.

Erfinder des Social Payment-Service Flattr ist unter anderem Peter Sunde, Mitbegründer der Torrent-Tracker-Site „The Pirate Bay“. Flattr wurde im März 2010 gegründet und verlangt für die Nutzung eine Gebühr in Höhe von 10% um die Plattform refinanzierbar zu machen.

Die Idee, die sicher dahinter verbirgt ist, dass jeder Nutzer freiwillig und als Dankeschön den guten Content des Medienunternehmens oder des Bloggers bezahlt. Ich bezahle gerne für gute Inhalte und freue mich über diese neue, einfache Möglichkeit.

Hier eine kurze Videopräsentation von Flattr:

Der Puls(e) des Buzz

Montag, 07. Juni 2010

Yahoo und Google verbindet eine lange Geschichte der Rivalität. Der neueste Auswuchs nennt sich Yahoo Pulse und greift ganz klar Google Buzz an, denn Yahoo versucht hier ebenfalls Social Media in die eigene Seite zu integrieren. Viele erinnern sich noch daran, dass der Start von Buzz einige Diskussionen mit sich brachte, gerade aus Datenschutz-Gründen. Es scheint aber, das Yahoo aus den Fehlern von Google gelernt hat und die Diskussionen um Facebooks Umgang mit Daten ernst nimmt. So soll Pulse nicht nur den News Stream von Facebook, Twitter und anderen Diensten abbilden, sondern auch mit eigenen und einfachen Privatssphäreeinstellungen daher kommen. Optisch und funktional soll sich Yahoo Pulse in Richtung TweetDeck bewegen und so einen schnellen und übersichtlichen Anlaufpunkt für die eigenen Social Media Aktivitäten bilden.

Momentan scheint es, als sei der Dienst bislang nur in den USA gestartet, jedoch ist es wahrscheinlich, dass es nicht lange dauert, bis Pulse auch in anderen Ländern verfügbar sein wird. Ob es jedoch erfolgreicher wird als Buzz und ob es dazu auch solch lustige Videos geben wird, bleibt abzuwarten.

Das große Wandern

Montag, 17. Mai 2010

Für die meisten ist Google ja die Nummer 1 in Sachen Datenschutzprobleme. Ob Google Buzz oder mitgezeichnete WLAN-Daten bei StreetView, deine Daten haben die schon lange. Aber auch Facebook kriegt nach und nach einen auf den Deckel. Konnte man über Frau Aigners offenen Brief an Mark Zuckerberg noch Schmunzeln, rufen Matthew Milan und Joseph Dee nun zum Massenprotest auf.

Der Stein des Anstosses ist die Open Graph API von Facebook und die ansteigenden Datenschutzbedenken. Aus diesem Grund haben die beiden nun den Quit-Facebook-Day ausgerufen. Am 31. Mai sollen sich also möglichst viele Sympathisanten dazu entschliessen ihre Profile bei Facebook zu löschen. Die offizielle Homepage verzeichnet, zwei Wochen vor diesem Ereignis, bereits knapp 2500 “Schlussmacher”. Der Unmut vieler User wird auch bei Google deutlich. Laut Search Engine Land gehört die Suchanfrage “how do i delete my facebook account” zu den Top-Suggestions, wenn man “how do i” eingibt.

Und doch bleibt es aus meiner Sicht fraglich, wie viele Menschen wirklich bereit sind, ihre Profile zu löschen. Dies hat mehrere Gründe. Zunächst einmal ist Facebook einfach zu nutzen und hat sich bereits etabliert. Darüber hinaus ist das Löschen des eigenen Profils gar nicht so einfach, wie man vielleicht denken mag, und zu guter letzt hat Facebook unsere Daten eh schon gesammelt und genutzt, so dass wir aus Gründen des Datenschutzes nicht gehen brauchen.

Ein weiteres Problem, ist die fehlende Alternative zu Facebook. Momentan müsste man entweder auf nationale Netzwerke wie meinVZ zurückgreifen, oder sich einen Mix aus verschiedensten Social Media Tools zulegen. Das erste ersetzt aber nicht die Vernetzung mit Freunden und Bekannten aus dem Ausland, das zweite ist zeitintensiver und aufwendiger. Ausserdem können wir das, was wir auf Facebook so treiben, nicht einfach in unser tägliches Leben einbinden, denn das sähe dann so aus:

Aber auch für diejenigen, die bereits jetzt aussteigen wollen, gibt es einen Lichtblick am Horizont. Vier Studenten der Universität von New York haben bereits über 100.000$ gesammelt um eine offene Alternative zu Facebook zu entwickeln. Diese Netzwerk läuft momentan unter dem Namen Diaspora* und soll als Open Source Software dem Nutzer alle Möglichkeiten überlassen, die er will und braucht. Hier ein paar Videos, der vier Jung-Unternehmer:

Vom Praktikanten zum Social Media Manager

Montag, 10. Mai 2010

Menschen reden über Produkte und Unternehmen. Vor allem im Web. Mittlerweile haben das auch die meisten Firmen in Deutschland erkannt und wissen, dass es besser ist, wenn sie diese Gespräche mitgestalten. Denn das so genannte Social Web könnte gefährlich werden, schlechte Nachrichten verbreiten sich nun mal schnell in sozialen Netzwerken und gelangen über diese Kanäle auch oft in die klassischen Medien. Doch wer soll das Unternehmen bei Facebook, Twitter und Co. professionell präsentieren? Was sind die Tätigkeiten und Anforderungen an einen Social Media Manager?

Social Media ist weit mehr als ein paar Facebook Postings zu schreiben und fröhlich im Namen des Unternehmens vor sich hin zu twittern. Social Media ist eine medienübergreifende Kommunikationsstrategie und dies bedeutet, dass ein Unternehmen sehr viel Zeit hierfür aufbringen muss. Wirft man einen Blick in die vielen Stellenbörsen, dann sieht man, dass sehr viele der international agierenden Konzerne oft Praktikanten für die Social Media Aufgaben suchen. Dabei ist Social Media modernes Marketing und die Leistungen, die dadurch erbracht werden, mindestens genauso relevant wie die klassische Medienarbeit auch. Für diese Aufgaben braucht man Mitarbeiter mit Fachwissen, die Informationen zielgruppengerecht in allen Kanälen kommunizieren können.

Auf lange Sicht wird es nicht mehr reichen, nur Praktikanten für den Bereich Social Media in einem Unternehmen einzusetzen. Auf Slideshare gibt es eine schöne Präsentation zu dem Thema.

Thomas Euler fing als Praktikant bei PR Blogger Klaus Eck an und abeitet mittlereweile als Social Media Manager für ebendiesen.

Link: Euler: vom Praktikant 2.0 zum Social Media Manager

„Der Retweet ist die Mutter des Content“ oder: Das kleine Comeback des Zitats

Donnerstag, 06. Mai 2010

Ein Gedankenspiel.

Die Verbreitung des Internet generell und insbesondere in seiner jüngsten Trend-Ausprägung „Social Media“, hat eine disruptive Entwicklung im Bereich der Kommunikation und der Information ausgelöst und nebenbei die Auffassung von geistigem Eigentum verändert. Gleichzeitig ist „Content“ seit langem eines der beliebtesten Buzzwords geworden, wenn es um den Umgang mit Social Media geht. Kein Blogeintrag kommt ohne aus, kein Vortrag will darauf verzichten. Manchmal kommt es dabei sogar zu kryptischen Wortspielen wie im Titel oben zu bestaunen. Widmen wir uns daher hier einmal einer Beleuchtung dieses Themenzusammenhangs:

Content:

Content, oder ganz altmodisch auch „Medieninhalte“, werden benötigt, um die eigenen Online-Präsenzen abwechslungsreich und interessant zu halten, andere zum weiterverlinken zu animieren und nebenbei auch noch durch geschickte Wahl der Begrifflichkeiten und Vererbung des PageRank positive SEO Wirkungen zu erzielen. Die Entwicklung geht dabei seit Längerem (im Gegensatz zu diesem Beitrag) zu immer kleineren, leicht verdaulichen, Inhalte-Häppchen, die gleich von Usern für andere User bereitgestellt werden, wodurch im Long Tail aus der Community alle erdenklichen Nischen bedient werden können. Nebenbei kostet es auch weniger, da die User die Content-Erstellung vor allem aus Selbstdarstellungsgründen vornehmen, in der Regel nichts dafür bekommen und dennoch oftmals eine herausragende Qualität produzieren (wobei die Qualität insgesamt einer Gaußschen Normalverteilung folgen dürfte).

Dies stört vor allem die professionellen Inhalteersteller, die Ihre Erlösmodelle schwinden sehen und etwas beleidigt feststellen müssen, dass Sie an Bedeutung verloren haben (siehe auch jüngst die Diskussion um die journalistische Qualität von Blogs bei Niggemeier oder auch ältere Diskussionen zum Thema ausgelöst durch Frank Schirrmacher).

Geistiges Eigentum:

Hierbei handelt es sich um das „absolute Recht an immateriellen Gütern“, oder – vereinfacht gesagt – um ein etwas aus der Mode gekommenes Konzept, nach welchem dem Urheber einer guten Idee, die öffentliche Anerkennung, sowie ein (zumeist) temopäres Monopol auf die wirtschaftliche Auswertung seiner guten Idee zugestanden wird, welches er alleine wahrnehmen oder an Dritte übertragen kann. Dieser Ansatz, der seine Wurzeln im 18. Jahrhundert hat, hat im Laufe seiner Entwicklung unterschiedliche Ausprägungen in der Rechtsprechung angenommen, so dass er Kohorten von Juristen ernährt, die etwa auf die Bereich Urheberrecht, Patentrecht oder Geschmacksmusterrecht spezialisiert sind. Obwohl die Idee vom geistigen Eigentum sich derzeit geringer Beliebtheit erfreut, macht Sie im Grundsatz durchaus Sinn, da – wieder vereinfacht ausgedrückt – Menschen mit guten Ideen damit motiviert werden, weiterhin gute Ideen zu haben.

Gemäß der Weisheit „die Dosis macht das Gift“ sollte der an sich sehr sinnvolle Grundsatz in seinen Variablen natürlich vernünftig eingestellt sein: Laufzeit des temporären Monopols, Leistungstiefe für eine Schutzfähigkeit, sowie das Verhältnis von Eigeninteresse zu den Allgemeininteressen sind dabei die Stellschrauben, deren Fehl-Justierung dem geistigen Eigentum in der Vergangenheit seinen schlechten Ruf in der Netzgemeinde eingebracht haben (siehe auch damals die interessanten Diskussionen um Telekom und die Farbe Magenta, sowie die Dauerbrenner-Diskussion um den Niedergang der Musikindustrie).

Der klassische Inhalteersteller oder auch „Content Provider“ sieht dabei eigentlich vor, durch Vergabe von Nutzungsrechten an seinem geistigen Eigentum zu einem Erlös zu kommen, was im Zeitalter von Social Media und Crowdsourcing zu einem schwierigen Unterfangen geworden ist, da sich der klassische Content Provider mit dem unerschöpflichen und kostenneutralen Reservoir an User-generierten Contents in den Wettbewerb treten muss.

Social Media:

Knapp gefasst handelt es sich um die Möglichkeit, als User auf Augenhöhe mit anderen Usern zu Medienangeboten im Netz zu interagieren, auf diese zu feedbacken, sowie dadurch selbst vom Content Consumer zum Content Provider zu werden. Außerdem bedeutet Social Media natürlich auch …. <bitte wohlklingende Definition nach Wahl ergänzen>.

Und wie hängt das jetzt alles zusammen, und vor allem was soll dabei der seltsame Titel dieses Artikels?

In der Tat hat das aufkommen von Social Media zunächst dazu geführt, dass die Wichtigkeit von Content gestiegen ist, die vom klassischen Content Provider aber spürbar gesunken ist. Wenn kostenfreier Content in der richtigen Form aggregiert ebenso gut oder sogar besser vermarktet werden kann, als vermeintlich professioneller Content, wozu dann das klassiche Geschäftsmodell am Leben erhalten? Finden sich nicht genug fleißige User, die gratis hochwertige Contents erstellen und dabei alle Nutzungsrechte abtreten?

Und überhaupt: Die neuen kommunikativen Möglichkeiten im Web haben die Frage aufgedrängt, ob der Begriff „geistiges Eigentum“ nicht schon längst überholt ist. Schließlich ist ja gerade das Teilen von Wissen mit anderen die zentrale Errungenschaft des Social Web und nicht das Ausschließen anderer von irgendwelchen Inhalten.

So hat dieser paradiesische Zustand der Wissens- und Inhaltevermehrung zwischenzeitlich vielen Plattformen und Web Präsenzen die Inhaltebeschaffung erleichtert, denn irgendwo gab es immer eine Präsentation, einen Text, einen Tweet oder eine Idee im Netz, den man selbst gut gebrauchen konnte – Hauptsache die eigenen Follower, User und Kontakte werden unterhalten und mit kontinuierlichen Inhalten gefüttert. Und leider hat der eine oder andere bei dieser Form der Inhaltebeschaffung versäumt, darauf hinzuweisen, dass er sich womöglich hier und da mit fremden Federn schmückt – was ja im Microbloggingbereich besonders unauffällig ist.

Schnell stellte sich die Frage, wie sich das Phänomen der Urheberschaft und geistiges Eigentum im Bereich der Blogs und Microblogs verhält, denn auch in Social Media funktioniert Wissensteilung besser, wenn sie auf einer Kultur von Gegenseitigkeit und Anerkennung beruht und nicht auf einseitigem „Anzapfen“ von fremden Informationen zur Eigen-Promotion.

Doch in einem sich selbst regulierenden System – und dass ist das eigentlich Faszinierende im Zusammenhang mit dem Social Web – nivellieren sich Ungleichgewichte von alleine, passen sich Funktionalitäten und Technologien schnell an neue Bedürfnisse an. So kann die äußerst beliebte Nutzung des „Retweets“ (im Gegensatz zum Posten einer Fremden Idee ohne Verweis auf den Urheber) und später dann die Einführung der „Teilen“ Funktion in Facebook im Januar mit etwas Optimismus auch als „kleines Comeback des geistigen Eigentums“ interpretiert werden, indem zumindest die Anerkennung einer Urheberschaft wieder salonfähig wird – und zwar weil sie gewollt wird und als Reinkarnation des guten alten Zitats unabdingbarer Bestandteil der Kulturgeschichte ist. Wie sonst auch sollen Menschen mit Ideen weiterhin motiviert werden, diese Ideen zu kommunizieren, wenn sie Gefahr laufen, von allzu kontaktfreudigen aber dafür zitierfaulen Promotern ausgebootet zu werden? In diesem Sinne könnte tatsächlich mit einem Augenzwinkern behauptet werden:

„Der Retweet ist die Mutter des Content“!

Yahoo greift Facebook an – ha ha

Dienstag, 04. Mai 2010

Ich sitze im Flugzeug nach Wien und lese ein Interview mit Carol Betz von Yahoo heute Morgen im Handelsblatt. Ihre Aussage: Wir wollen Social Media monetarisieren. Lese supergespannt weiter, denn diese Frage interessiert ja nun mal fast jeden. Aber, wenige Zeilen später die große Enttäuschung: Außer einer vagen Ankündigung Foursquare zu übernehmen – wofür eigentlich? – bleibt nicht viel Substanz.

Irgendwie genau das, was man von Yahoo seit Jahren kennt. 600 Millionen User und kein rechtes Konzept, was man daraus machen will. Aber, ganz am Ende des Artikels doch noch eine interessante Frage vom Handelsblatt-Journalisten: „Wird es einen Krieg geben zwischen dem „offenen/freiem“ Web und einer geschlossenen, kontrollierten App-Welt à la Apple? Auch wenn Frau Betz hierzu wiederum nichts Bahnbrechendes einfällt, lohnt es sich darüber nachzudenken, denn diese Frage könnte noch sehr wesentlich werden, wenn es um die angesprochene „Monetarisierung“ geht…

Schon wieder PR vs. Marketing?

Montag, 03. Mai 2010

„Nicht schon wieder“ dachte ich, als ich die Twitter-Feeds von Wolfgang Lünenbürger aus dem Hause Achtung Kommunikation während der infect lesen konnte. Mit der Kritik zu meiner Präsentationstechnik kann ich leben, die herablassende Art und Weise mögen der hanseatischen Schule oder dem Theologiestudium geschuldet sein, aber der Knüller war das Zitat „…selten konnte ich einem Vortrag so wenig zustimmen, wie dem von Herrn Heinson“.

Spricht hier der journalistisch angehauchte Gutmensch, der an das wahre und reine Shared-Web glaubt, oder repräsentiert diese Meinung das generelle Social Media Verständnis der PR-Branche? Ein gemeinsames Projekt mit Mirko Lange von Talkabout vor einigen Monaten jedenfalls, ergab eine ähnliche Diskussion – gibt es wirklich so etwas wie Social Media Marketing und Social Media Relations? Ist Facebook das Tool der „Werbung“ und Twitter der Kanal für die „PR-Agentur“? Eine Frage, die ich für mich zumindest klar beantworten kann: Bullshit!

Für mich ist, unabhängig von der „Disziplin“, vielmehr eine der wesentlichen Aufgaben die Agenturen vor sich haben, dem Kunden zu dokumentieren, dass das Budget, das diese in den Kanal investieren und – hoffentlich – noch investieren wollen, auch Früchte trägt. Diese Fragestellung hat nicht nur die meisten Marketeers auf der infect bewegt, sie ist auch für die weitere Entwicklung der Branche von hoher Bedeutung. Und in dieser Hinsicht hat unsere Veranstaltung, wie ich finde, auch einige wertvolle Richtungen geliefert. Ob Herrn Lünenbürger das jetzt gefällt oder nicht…

Der Held vom Erdbeerfeld

Montag, 03. Mai 2010

Unternehmen entdecken nach und nach Social Media für sich,wobei es dabei oft auch um die Darstellung eines positiven Images geht. Dabei ist eine Social Media Kampagne als imagefördernde Maßnahme ein schwieriges Unterfangen. Der “Nestlé Vorfall” hat gezeigt, wie schnell Social Media das Unternehmensbild schädigen kann.

Aber es gibt auch Marken die schon immer ein positives Bild hatten. Brauchen diese überhaupt noch solche Maßnahmen? Nehmen wir zum Beispiel innocent drinks. Das Unternehmen stammt aus England und vertreibt dort Smoothies, Säfte und gesunde Snacks. Nicht nur der Name und die Fokussierung auf frische Zutaten haben zum großen Erfolg in Groß-Britannien geführt. Zum positiven Bild des Unternehmens tragen sowohl die direkte Unternehmenskommunikation, die netten Werbeclips und das soziale Engagement bei.

innocent smoothies gibt es auch im deutschsprachigen Raum, wobei Deutschland dem Unternehmen bislang nur wenig Aufmerksamkeit schenkt. Doch die Facebook-Seite von innocent, die neben Deutschland auch die Schweiz und Österreich anspricht, versuchte nun mit einer Aktion zum Einen mehr Leute auf die eigene Seite zu locken und gleichzeitig das positive Bild, das innocent auch hierzulande bei Kennern der Marke hat, weiter auszubauen. Generell ist die Kommunikation auf der Seite sehr offen und schnell. So bekommt man zu Fragen innerhalb weniger Stunden Antworten. Bei dieser speziellen Aktion ging es innocent nun darum 3000 Smoothies an das Kinderprojekt Arche zu spenden, wenn man es bis zum 3. Mai auf 3000 Fans schafft.

Heute zählt die Gruppe knapp 2000 Mitglieder. Da stellt sich natürlich die Frage, was macht man, wenn man sein eigentliches Ziel verpasst? Eine Möglichkeit wäre es gewesen, nur 2000 Smoothies zu spenden, oder eben gar keine. In diesem Fall wurden jedoch alle 3000 Flaschen gespendet. Die Seite hat mehr Fans, die Kinder bekommen was gesundes zu trinken und das Unternehmensbild wird positiv beeinflusst. Daher würde ich sagen, dass die Aktion trotzdem ein Erfolg für innocent war und zeigt, dass positiv beladene Unternehmen solche Aktionen vielleicht nicht brauchen, sie ihnen aber trotzdem helfen können, neue Zielgruppen anzusprechen und das Image auch auf neue Märkte zu übertragen.

P.S.: In der Schweiz und in Österreich macht innocent auch Fernsehwerbung, die ich sehr gelungen finde.