Archiv für die Kategorie ‘Online’

Der Puls(e) des Buzz

Montag, 07. Juni 2010

Yahoo und Google verbindet eine lange Geschichte der Rivalität. Der neueste Auswuchs nennt sich Yahoo Pulse und greift ganz klar Google Buzz an, denn Yahoo versucht hier ebenfalls Social Media in die eigene Seite zu integrieren. Viele erinnern sich noch daran, dass der Start von Buzz einige Diskussionen mit sich brachte, gerade aus Datenschutz-Gründen. Es scheint aber, das Yahoo aus den Fehlern von Google gelernt hat und die Diskussionen um Facebooks Umgang mit Daten ernst nimmt. So soll Pulse nicht nur den News Stream von Facebook, Twitter und anderen Diensten abbilden, sondern auch mit eigenen und einfachen Privatssphäreeinstellungen daher kommen. Optisch und funktional soll sich Yahoo Pulse in Richtung TweetDeck bewegen und so einen schnellen und übersichtlichen Anlaufpunkt für die eigenen Social Media Aktivitäten bilden.

Momentan scheint es, als sei der Dienst bislang nur in den USA gestartet, jedoch ist es wahrscheinlich, dass es nicht lange dauert, bis Pulse auch in anderen Ländern verfügbar sein wird. Ob es jedoch erfolgreicher wird als Buzz und ob es dazu auch solch lustige Videos geben wird, bleibt abzuwarten.

Chatroulette – Big Brother für alle

Mittwoch, 24. März 2010

Herzlich Willkommen bei Chatroulette! Chatroulette verbindet videochatwütige Menschen willkürlich und per Zufall mit anderen Gleichgesinnten. Man weiß nie, mit wem man als nächstes vernetzt wird und der User muss sich weder irgendwo anmelden, noch irgendwelche sensiblen Daten eintragen. Der 17-Jährige Entwickler Andrey Ternovski aus Russland hat das Ganze programmiert, sein Video-Portal erreicht mittlerweile durchschnittliche 20.000 Menschen weltweit.

Chatroulette trifft den Nerv der Zeit: Immer mehr Menschen ärgern sich über sammelwütige Datenriesen wie Google und Facebook, ständig werden persönliche Informationen abgefragt. Die Nutzung von Chatroulette erfordert keine Anmeldung, keine Kontrolle und es gibt keine Nutzerprofile. Man wird einfach mit einem Gesprächspartner verbunden und man hat keine Macht darüber, mit wem. Gefällt mir mein Gesprächspartner nicht, dann klick ich einfach weg und widme mich dem nächsten Wildfremden.

Doch was bekommt der User auf Chatroulette zu sehen? Ein paar Beispiele nennt der Fotograf Lewis Chaplin in einem Interview mit Vice Germany: „ Eine dicke schwarze Lady mit gewaltigen Brüsten…einen Typen beim Wichsen…und einmal stieß ich auf Hitler. Das war ziemlich hart.“ Das komplette Interview findet Ihr hier.

Chatroulette ist der Blick ins Wohnzimmer, was man hier sieht ist oft deprimierend, selten witzig und manchmal sogar gewalttätig. Das reicht, um viele Nutzer süchtig zu machen.

Zwei witzige Zusammenfassungen über Chatroulette habe ich jedoch im Netz gefunden. Im ersten Video spielt ein User Klavier und improvisiert Lieder über seine aktuellen Chatroulettepartner. Sehr, sehr witzig!

Und hier eine Chatroulette-Doku, zusammengestellt von einem User:

chat roulette from Casey Neistat on Vimeo.

myfamebook, ein persönliches Facebook-Buch

Mittwoch, 17. März 2010

Kreiert ein sehr persönliches Buch mit Facebookfeeds auf jeder Seite

Unter myfamebook findet man ein schönes Tool. Hier kann jeder sein persönliches Facebook- Buch erstellen. Mit allen Posts seiner Facebook- Seite versehen, erstellt man online ein Buch und kann dieses in unterschiedliche Varianten drucken lassen. Auf jeder Seite wird  unten der eigene Facebook Feed oder der eines Freundes gedruckt.
Einfach mal ausprobieren.

Social Shopping bei Facebook

Montag, 10. August 2009

Der Online-Blumenhändler 1-800-Flowers.com verfügt jetzt über einen eigenen E-Commerce-Shop auf Facebook. Registrierte Nutzer können nun auf der 1-800-Flowers Facebook-Seite ganz unkompliziert Blumengrüße zu einem angegebenen Lieferzeitpunkt versenden, ohne das soziale Netzt überhaupt verlassen zu müssen. Wenn man bedenkt, dass Facebook mittlerweile zur weltweit viertgrößten Webseite gehört, dann weiß man, warum 1-800-Flowers dort einen umfassenden Online-Shop erstellt. Wer Fan des Facebook-Shops wird, der erhält einen Rabatt-Gutschein.

Damit gehört 1-800-Flowers zweifelsohne zu den Vorreitern, den bisher beschränkten sich Firmen darauf, bei Facebook Werbeanzeigen zu schalten oder ihren Kunden-Support über ihre Facebook-Seite laufen zu lassen. Die Idee eines kompletten Facebook-Online-Shops ist ein neues, tragfähiges Geschäftsmodell und ich bin mir sicher, dass viele Firmen diesem Modell nacheifern werden.

Unddu.de verabschiedet sich

Donnerstag, 23. Juli 2009

Die Karlsruher WEB.DE GmbH schließt seine Community unddu.de. Die Nutzer erfuhren in einer Rundmail von dem Ende des Netzwerkes:

“Es gibt im Internet mittlerweile eine solche Fülle von Communitys für jeden Geschmack und jedes Interessengebiet, dass eine Abgrenzung der einzelnen Angebote immer schwieriger wird. Leider ist es unddu.de in den letzten Jahren nicht gelungen, eine eigene Nische zu finden. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Dienst zu oben genanntem Datum abzuschalten.”

Web.de empfiehlt seinen Nutzern nun eine Mitgliedschaft bei Facebook.

Nur die wenigsten sozialen Netzwerke sind wirklich erfolgreich, viele scheitern. Auch bei unddu.de blieb der erwünschte Erfolg aus. Für unddu.de gibt es ein virtuelles Kondolenzbuch.

Der große Riese MySpace schrumpft

Montag, 20. Juli 2009

Wie für viele andere Unternehmen auch ist 2009 kein gutes Jahr für MySpace. Im Juni erst musste MySpace 500 Mitarbeiter entlassen und beschäftigt somit nur noch rund 1000 Mitarbeiter. Ursache sei die weltweite Wirtschaftskrise und stagnierende Nutzerzahlen. Vor kurzem erst hatte Leena Rao auf Techcrunch die Userzahlen von MySpace analysiert und stellte fest, dass MySpace bei Social-Network-Usern nur noch einen Anteil von 15 Prozent hält. Ausserdem sinken die Nutzerzahlen der Plattform monatlich rapide und gingen im April wohl von 47,4 Millionen auf 38 Millionen zurück. Dies entspricht einen Rückgang von 20 Prozent.

Zwar wird Myspace immer noch von vielen Usern besucht, allerdings deutlich seltener als noch 2007. Weniger Seitenaufrufe und weniger Klicks auf die Online-Werbung wirken sich wiederum negativ auf das Werbegeschäft von MySpace aus und machen MySpace unattraktiv für Werbekunden.

Bleibt abzuwarten, ob sich der sinkende Trend über das Jahr fortsetzen wird und wie MySpace noch reagieren wird.