Archiv für die Kategorie ‘Studien’

Facebook fördert Eifersucht

Dienstag, 11. August 2009

Wie die meisten von uns bereits wissen, dient Facebook dazu, sich mit Freunden zu vernetzen und diese Freundschaften zu pflegen. Doch Personen, die grundsätzlich zu Eifersucht neigen, sollten Facebook eher meiden. Dies ergab eine Studie, die von den Psychologen Amy Muise, Emily Christofides und Serge Desmarais im Fachjournal «CyberPsychology & Behaviour» veröffentlicht wurde. Für diese Studie wurden 308 Studenten und ihre Partner befragt.

Doch warum soll das soziale Netzwerk eifersüchtig machen? Weil man dort oft zu viele Informationen über den Partner finden kann und diese Informationen können Neid und Eifersucht erzeugen. Wieso hat mein Partner so viele Freunde? Und wieso ist er zu bestimmten Personen besonders herzlich? So wird anscheinen Zweifel gesät.

Die Ergebnisse der Studie ergeben, dass ein Zusammenhang zwischen der erhöhten Nutzung von Facebook und der Entstehung von eifersüchtigen Gefühlen besteht.

Laut Amy Muise, Emily Christofides und Serge Desmarais entsteht Eifersucht vor allem dann, wenn auf der Freundesliste des Partners Ex-Partner oder gänzlich unbekannte Personen auftauchen. Ausserdem können belanglose Pinnwand Einträge oft falsch interpretiert werden. Dies kann dazu führen, dass man das Profil des Partners stärker überwacht.

Ein befragter Student erklärt dies so: „«Ich habe genug Vertrauen in sie (seine Partnerin), um zu wissen dass sie mir treu ist. Trotzdem fange ich an zu grübeln, wenn jemand etwas auf ihre Pinnwand schreibt. Das kann dazu beitragen, dass man das Gefühl entwickelt, seinen Partnern nicht wirklich zu kennen.»

Ob Eifersucht wirklich erst durch die Nutzung von Facebook entsteht, dies wage ich zu bezweifeln. Was meint ihr?

Quelle: http://mashable.com

Kommunizieren und Informationen Teilen: Starke Nutzung der sozialen Netzwerke

Dienstag, 28. Juli 2009

Während Microsoft-Gründer Bill Gates sein Profil im Online-Netzwerk Facebook wieder gelöscht hat, nutzen die Deutschen mit großer Begeisterung soziale Netzwerke.

Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid fand in einer repräsentativen telefonischen Umfrage heraus, dass 47 Prozent der deutschen Onliner eine Mitgliedschaft in einem sozialen Netzwerk wie Facebook, StudiVZ oder Xing besitzen. In der webaffinen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Mitglieder in einer Online-Community sogar bei 98 Prozent. 61 Prozent der Befragten haben bereits Texte, Fotos, Musik oder Filme im Internet hochgeladen.

Dies bedeutet auch, dass die heutige Internet-Generation sich nicht nur durch das Internet unterhalten lassen möchte, sondern viel eher mit Freunden chatten und Informationen teilen möchte. Die Nutzer verbringen mehr Zeit beim kommunizieren als bei der Suche nach Unterhaltung, so eine aktuelle Studie von Netpop Research.

Laut TNS Emnid vereinsamen die Menschen nicht durch das Internet, ganz im Gegenteil: 34 Prozent der Internetnutzer haben mehr reale Kontakte durch das Internet, nur sieben Prozent der Nutzer haben weniger. Bei den Jüngeren ist das Verhältnis mit 49 zu fünf Prozent sogar noch deutlicher.

Die Deutschen schätzen vor allem Erfahrungsberichte von anderen Menschen über Produkte. Dass Internet steigert so die Freude am öffentlichen Austausch: 32 Prozent der Befragten beteiligen sich aktiv an Diskussionen im Internet. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer haben sich TNS Emnid zufolge sogar 55 Prozent an Debatten auf Internetforen beteiligt.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie einen virtuellen Raum für Feedback ihrer Kunden schaffen müssen. Denn die Kunden werden sich im Internet sowieso unterhalten. Eine eigene Marken-Seite, die den Usern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen und auch Kritik an dem Produkt zu äußern, bedeutet auch, dass das Unternehmen besser auf die Wünsche der Kunden eingehen kann und man direkt mit dem Kunden kommunizieren kann.

Die Macht der Mundpropaganda

Montag, 27. Juli 2009

Werbung hat das Ziel, Massen zu erreichen und zum Kaufen zu animieren. Doch was sind heutzutage die Massenmedien?

Laut Nielsen vertrauen weltweit 90 Prozent der Konsumenten den Ratschlägen von Bekannten, in Deutschland sind es 89 Prozent. An zweiter Stelle des Rankings liegen redaktionelle Inhalte, ihnen vertrauen 76 Prozent der Deutschen, gefolgt von Online-Konsumentenbewertungen mit 67 Prozent (weltweit 70 Prozent). „Der Anstieg von usergeneriertem Content im Internet trägt dazu bei, dass sich Konsumenten noch mehr auf Mundpropaganda verlassen. Dazu bedarf es nun nicht einmal mehr des persönlichen Kontakts“, erklärt Petra Kacnik, Director Nielsen Consumer Research.

Die klassische Werbung büßt also erheblich an Bedeutungen ein. Aber Immerhin: Ihr vertrauen laut Nielsen immerhin noch rund die Hälfte der Konsumenten. Fernsehwerbung liegt vor Printwerbung, gefolgt von Radiowerbung. Schlusslicht bildet – wenn wundert es – die Werbe-SmS, ihnen schenken nur 18 Prozent der Deutschen vertrauen. Für die Nielson-Studie wurden mehr als 25.000 Internet-User in 50 Ländern zu ihrem Vertrauen in unterschiedliche Werbeformen befragt.

Warum ist Mundpropaganda so erfolgreich? Weil gute Freunde wichtig sind. Wir vertrauen persönlichen Empfehlungen von Freunden, denn Freunde können sich aufeinander verlassen. Da Freundschaften aber mehr und mehr über Medien gelebt werden und wir diese oft über soziale Netzwerke wie Facebook pflegen, besitzen wir mit wachsender Freundschaftsliste auch einen wachsenden Bekanntenkreis. Doch auch diesem vertrauen wir stärker als der klassischen Werbung. Selbst anonyme Bewertungen im Internet werden zu Rate gezogen. Wir bauen auf unser Bauchgefühl, abgesichert durch persönliche Meinungen oder anonyme Meinungen in bestimmten Themenforen.

Auf Marken-Websites sucht der Konsument nach anonymen Online-Bewertungen der Produkte durch Gleichgesinnte. Der Nielsen-Studie zufolge vertrauen den Online-Bewertungen Vietnamesen (81 Prozent) am stärksten, gefolgt von Italienern (80 Prozent) sowie Chinesen und Franzosen (jeweils 77 Prozent). Am wenigsten verlassen sich Finnen (50 Prozent) und Argentinier (46 Prozent) auf Online-Bewertungen.

Für Unternehmen bedeutet dies, sich über ihre Website dem Dialog mit den Kunden zu öffnen und diesen zu Suchen. Firmen sollten nicht nur gezielt die Macht der Mundpropaganda einsetzen, sondern in Netzwerken für ihre Marke werben. Motivation sollte aber nicht sein, den potentiellen Kunden manipulieren zu wollen sondern eher, den Austausch über Netzwerke mit den Kunden zu suchen. Dadurch kann Kritik und Anregung der Kunden aufgenommen und produktiv umgesetzt werden – wovon letztlich alle beteiligten profitieren werden.

Erfolg ist planbar – Gewinn durch Social Media Marketing

Dienstag, 21. Juli 2009

Eine neuen Studie vom Enterprise Wiki Anbieter Wetpaint und der Altimeter Group zeigt, dass die meisten Unternehmen, die in Social Media Marketing investieren, einen höheren Erfolg verbuchen können, als Unternehmen, die diesen Bereich nicht nutzen. Um dies zu ermitteln, konzentrierte sich die Studie auf 100 Unternehmen aus der 2008 BusinessWeek/Interbrand Best Global Brands Studie und den verschiedenen Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Blogs, Wikis und Foren. Es ist zwar schwierig zu beweisen, dass die Beteiligung der Unternehmen in sozialen Medien dazu geführt hat, dass sie höhere Einnahmen erzielt haben, aber die Auswertung der neuen Daten belegt dies.

Die Unternehmen, die sich aktiv in den sozialen Medien präsentiert haben haben im Laufe des letzten Jahres einen Wachstum von 18 % erzielt, während die Marken, die diese Kommunikationsmittel nicht genutzt haben z.T einen Verlust von – 6% verbüßen mussten.

Die komplette Studie findet ihr hier.