Archiv für die Kategorie ‘Viral Marketing’

Wie Matt die Netzwelt eroberte

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Sicherlich kennen einige von euch Matthew „Matt“ Harding, den tanzenden Mann aus “Where the Hell is Matt“. Für alle die ihn nicht kennen: Matt ist ein US-Amerikaner aus Connecticut. Bevor er durch die Welt gereist ist, hat er bei den Pandemic Studios als Entwickler für Computerspiele gearbeitet. Nachdem er dort gekündigt hat, begab er sich auf Weltreise und ließ sich dabei filmen, wie er an den unterschiedlichsten Orten der Welt einen selbstkreierten Tanz vorführte. Als er wieder in den USA war, erstellte er einen Film aus den gesammelten Videosequenzen und veröffentlichte diesen auf seiner Homepage. Das Video verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Netzt. Der Kaugummihersteller Stride Gum entdeckte dieses Video und sponserte Matt daraufhin weitere Reisen quer durch die ganze Welt. Über 22 Millionen Menschen haben sich dieses Viral-Marketing-Video bereits im Internet angesehen. Mich faszinierd dieses Video immer wieder aufs neue.

Vermeintliche Mutter sucht bei YouTube nach dem Vater ihres Sohnes

Dienstag, 15. September 2009

Vor kurzem sorgte ein Video auf YouTube, in dem eine junge Dänin nach dem Vater ihres Sohnes sucht, für viel Aufregung und Verwirrung im Netzt.

In dem Video erzählt die Frau, dass sie vor anderthalb Jahren einen One-Night-Stand mit einem Touristen gehabt hat, bei dem sie schwanger geworden ist. Der vermeintliche Vater hätte damals Urlaub in Dänemark gemacht und sei nach nach starkem Alkoholkonsum mit ihr im Bett gelandet. Sie könne sich nicht mehr daran erinnern, wie dieser Mann heißt und woher er kam. Aber sie würde ihm gerne ihren gemeinsamen Sohn vorstellen, den sie während des Videodrehs die ganze Zeit auf dem Arm hält. Dieses Viral wurde fast 1 Millionen mal bei YouTube angeklickt. Laut yuccatree.de boten daraufhin viele YouTube-User der vermeintlichen Mutter ihre Hilfe bei der Suche nach dem Vater an.

Wenig später stellte sich jedoch heraus, dass die junge Mutter eine Schauspielerin namens Ditte Arnth Jorgensen ist und das Video eine Werbekampagne von VisitDenmark, einer Website, mit Tourismusinformationen über Dänemark.

Bei den Zuschauern und der dänischen Presse kam das gar nicht gut an, viele YouTube-Nutzer finden den Spot geschmacklos gegenüber alleinerziehenden Mütter und die dänische Presse nannte die Viral-Kampagne niveaulos. Mittlerweile hat VisitDenmark das Video von YouTube entfernt.

Aufmerksamkeit zu erregen ist eben nicht immer zielführend.

Viral-Hit: Schockierende Darstellung eines Autounfalls

Donnerstag, 10. September 2009

Das aktuelle virale Spektakel im Internet heißt „COW“ und wird derzeit millionenfach bei YouTube angeklickt: Die britische Polizei hat in Zusammenarbeit mit professionellen TV-Produzenten ein schockierendes Unfallvideo produziert, dass vor SMS-Schreiben am Steuer warnt.

Das vier-Minuten-Video ist der Trailer zu einem 30-Minuten-Aufklärungsfilm, der bald in englischen Schulen zu sehen sein wird. In dem Trailer wird eine junge Frau gezeigt, die durch das SMS-Tippen am Steuer einen Unfall verursacht, der vier Menschen das Leben kostet. Das Video gehört momentan zu den viralen Hits im Web und wurde auf Broadcast-Niveau produziert.

Ziel der Kampagne ist es, die Menschen zu erreichen und dazu zu bewegen, aus Überzeugung auf das SMS-Schreiben am Steuer zu verzichten. Solche Videos bringen sicher mehr für die Verkehrssicherheit als alle Bussgelder der Welt.

Hier das Video, es sei aber gewarnt: Für allzu empfindsame Menschen ist dies sicher keine leichte Kost.

Geheimnisvolle Botschaft aus der Unterwasserwelt „Replika“

Donnerstag, 10. September 2009

Zum Auftakt des Computerspiels Bioshock2 hat sich die Firma 2K Games eine virale Aktion einfallen lassen: Wochenlang geisterte ein geheimnisvoller Brief von einem Mark G. Meltzer durchs Web, der an die Leser appellierte, sich am 8. August bei Sonnenaufgang an einem von zehn Stränden weltweit einzufinden. In dem virtuellen Brief, der sich an die Bioshock-Fans aus der Gamer-Szene richtete, schrieb Meltzer, dass er seine Tochter vermisse und Hilfe brauche.

Am fraglichem Tag dann konnten die Fans an diesen zehn Stränden verbuddelte Weinflaschen finden. In den Flaschen befand sich eine Botschaft aus der Unterwasserwelt „Replika“ in der das Computer Game spielt.

Viele Fans besuchten tatsächlich die Strände, manch einer war jedoch enttäuscht, dass die Flaschen lediglich nur Promo-Poster des Spiels enthielten.

Brighton Beach.

Evian-Babys geben ein Interview

Freitag, 24. Juli 2009

Die rollschuhfahrende Babies aus der Evian Kampagne besitzen mittlerweile einen eigenen Youtube-Channel. Dort kann man sich jetzt ein Interview mit den Evian Babys anschauen.

Gedreht hat das Interview natürlich Danone. Damit möchte das Unternehmen den Reklamerummel um seine animierten Werbestars aufrechterhalten. Bisher haben die Evian Roller Babys schon für einiges Aufsehen im Internet gesorgt: Mehr als 4 Millionen mal wurde die internationale Version auf Youtube angesehen. Nach der ersten Verblüffung haben sich viele User gefragt, wie Evian die Babys so zum Rocken gebracht hat. Für jeden den es interessiert, gibt es jetzt auch das Making of Video.

Pornographische Fake-Werbung bereitet Sprite nicht viel Freude

Freitag, 24. Juli 2009

Vor einigen Tagen tauchte eine pornographische Fake-Werbung für Sprite auf, die dem Mutterkonzern Coca Cola nicht viel Freude bereitet haben dürfte: Zwei vermeintliche „Sprite“-Spots, die auf Youtube und diversen anderen Portalen zu sehen waren, sind aufgemacht wie Pornofime. In einem wird eine blonde Frau beim oralen Sex gezeigt. Im folgendem spritzt es kräftig – aus einer Flasche Sprit. Dieser Spot geistert zur Zeit durch das Internet, wurde etliche Male bei Youtube herausgenommen und tauchte dann auf anderen Portalen wieder auf. Beiden Videos stiegen zwischenzeitlich zum Mega-Hit bei Youtube auf.

Coca Cola distanzierte sich öffentlich von diesem Werbeclip. «Die Verwendung unseres Produkts Sprite ist nicht autorisiert und vom Inhalt der Spots distanzieren wir uns», sagte eine Sprecherin der Coca Cola GTmbH.

Laut W&V hat der amerikanische Werber und Video-“Genie“ Max Isaacson diesen Spot eingestellt. Die Werbung hat er ohne die Erlaubnis von Coca Cola produziert, wie er jetzt einräumte. In einem Statement ließ er verlauten, dass die Werbung als Witz gedacht war und nicht von Coca Cola autorisiert wurde. Verschiedene Web-Portale in Deutschland sind momentan damit beschäftigt, den Spot auf Anweisung von Coca-Cola aus dem Netz zu nehmen.
Max Isaacson wollte mit dem Spot sicher die Werbetrommel für sich selbst rühren. Ob ihm das gelungen ist oder der Spot nicht nur für Coca Cola nach hinten losgegangen ist, bleibt abzuwarten.

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