Unternehmen entdecken nach und nach Social Media für sich,wobei es dabei oft auch um die Darstellung eines positiven Images geht. Dabei ist eine Social Media Kampagne als imagefördernde Maßnahme ein schwieriges Unterfangen. Der “Nestlé Vorfall” hat gezeigt, wie schnell Social Media das Unternehmensbild schädigen kann.
Aber es gibt auch Marken die schon immer ein positives Bild hatten. Brauchen diese überhaupt noch solche Maßnahmen? Nehmen wir zum Beispiel innocent drinks. Das Unternehmen stammt aus England und vertreibt dort Smoothies, Säfte und gesunde Snacks. Nicht nur der Name und die Fokussierung auf frische Zutaten haben zum großen Erfolg in Groß-Britannien geführt. Zum positiven Bild des Unternehmens tragen sowohl die direkte Unternehmenskommunikation, die netten Werbeclips und das soziale Engagement bei.
innocent smoothies gibt es auch im deutschsprachigen Raum, wobei Deutschland dem Unternehmen bislang nur wenig Aufmerksamkeit schenkt. Doch die Facebook-Seite von innocent, die neben Deutschland auch die Schweiz und Österreich anspricht, versuchte nun mit einer Aktion zum Einen mehr Leute auf die eigene Seite zu locken und gleichzeitig das positive Bild, das innocent auch hierzulande bei Kennern der Marke hat, weiter auszubauen. Generell ist die Kommunikation auf der Seite sehr offen und schnell. So bekommt man zu Fragen innerhalb weniger Stunden Antworten. Bei dieser speziellen Aktion ging es innocent nun darum 3000 Smoothies an das Kinderprojekt Arche zu spenden, wenn man es bis zum 3. Mai auf 3000 Fans schafft.
Heute zählt die Gruppe knapp 2000 Mitglieder. Da stellt sich natürlich die Frage, was macht man, wenn man sein eigentliches Ziel verpasst? Eine Möglichkeit wäre es gewesen, nur 2000 Smoothies zu spenden, oder eben gar keine. In diesem Fall wurden jedoch alle 3000 Flaschen gespendet. Die Seite hat mehr Fans, die Kinder bekommen was gesundes zu trinken und das Unternehmensbild wird positiv beeinflusst. Daher würde ich sagen, dass die Aktion trotzdem ein Erfolg für innocent war und zeigt, dass positiv beladene Unternehmen solche Aktionen vielleicht nicht brauchen, sie ihnen aber trotzdem helfen können, neue Zielgruppen anzusprechen und das Image auch auf neue Märkte zu übertragen.
P.S.: In der Schweiz und in Österreich macht innocent auch Fernsehwerbung, die ich sehr gelungen finde.
