Während Microsoft-Gründer Bill Gates sein Profil im Online-Netzwerk Facebook wieder gelöscht hat, nutzen die Deutschen mit großer Begeisterung soziale Netzwerke.
Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid fand in einer repräsentativen telefonischen Umfrage heraus, dass 47 Prozent der deutschen Onliner eine Mitgliedschaft in einem sozialen Netzwerk wie Facebook, StudiVZ oder Xing besitzen. In der webaffinen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Mitglieder in einer Online-Community sogar bei 98 Prozent. 61 Prozent der Befragten haben bereits Texte, Fotos, Musik oder Filme im Internet hochgeladen.
Dies bedeutet auch, dass die heutige Internet-Generation sich nicht nur durch das Internet unterhalten lassen möchte, sondern viel eher mit Freunden chatten und Informationen teilen möchte. Die Nutzer verbringen mehr Zeit beim kommunizieren als bei der Suche nach Unterhaltung, so eine aktuelle Studie von Netpop Research.
Laut TNS Emnid vereinsamen die Menschen nicht durch das Internet, ganz im Gegenteil: 34 Prozent der Internetnutzer haben mehr reale Kontakte durch das Internet, nur sieben Prozent der Nutzer haben weniger. Bei den Jüngeren ist das Verhältnis mit 49 zu fünf Prozent sogar noch deutlicher.
Die Deutschen schätzen vor allem Erfahrungsberichte von anderen Menschen über Produkte. Dass Internet steigert so die Freude am öffentlichen Austausch: 32 Prozent der Befragten beteiligen sich aktiv an Diskussionen im Internet. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer haben sich TNS Emnid zufolge sogar 55 Prozent an Debatten auf Internetforen beteiligt.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie einen virtuellen Raum für Feedback ihrer Kunden schaffen müssen. Denn die Kunden werden sich im Internet sowieso unterhalten. Eine eigene Marken-Seite, die den Usern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen und auch Kritik an dem Produkt zu äußern, bedeutet auch, dass das Unternehmen besser auf die Wünsche der Kunden eingehen kann und man direkt mit dem Kunden kommunizieren kann.


