Herzlich Willkommen bei Chatroulette! Chatroulette verbindet videochatwütige Menschen willkürlich und per Zufall mit anderen Gleichgesinnten. Man weiß nie, mit wem man als nächstes vernetzt wird und der User muss sich weder irgendwo anmelden, noch irgendwelche sensiblen Daten eintragen. Der 17-Jährige Entwickler Andrey Ternovski aus Russland hat das Ganze programmiert, sein Video-Portal erreicht mittlerweile durchschnittliche 20.000 Menschen weltweit.
Chatroulette trifft den Nerv der Zeit: Immer mehr Menschen ärgern sich über sammelwütige Datenriesen wie Google und Facebook, ständig werden persönliche Informationen abgefragt. Die Nutzung von Chatroulette erfordert keine Anmeldung, keine Kontrolle und es gibt keine Nutzerprofile. Man wird einfach mit einem Gesprächspartner verbunden und man hat keine Macht darüber, mit wem. Gefällt mir mein Gesprächspartner nicht, dann klick ich einfach weg und widme mich dem nächsten Wildfremden.
Doch was bekommt der User auf Chatroulette zu sehen? Ein paar Beispiele nennt der Fotograf Lewis Chaplin in einem Interview mit Vice Germany: „ Eine dicke schwarze Lady mit gewaltigen Brüsten…einen Typen beim Wichsen…und einmal stieß ich auf Hitler. Das war ziemlich hart.“ Das komplette Interview findet Ihr hier.
Chatroulette ist der Blick ins Wohnzimmer, was man hier sieht ist oft deprimierend, selten witzig und manchmal sogar gewalttätig. Das reicht, um viele Nutzer süchtig zu machen.
Zwei witzige Zusammenfassungen über Chatroulette habe ich jedoch im Netz gefunden. Im ersten Video spielt ein User Klavier und improvisiert Lieder über seine aktuellen Chatroulettepartner. Sehr, sehr witzig!
Und hier eine Chatroulette-Doku, zusammengestellt von einem User:
chat roulette from Casey Neistat on Vimeo.






